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Malawi: Doch bald offen für die Homosexualität ohne es als Strafbestand zu ahnden?

Weltweites Aufsehen erregte Malawi bereits im Dezember 2009 als sich Tiwonge Chimbalanga und Steven Monjeza als schwules Paar outeten und eine öffentliche Verlobungszeremonie abhielten. Diese „Provokation“ hatte Ihre folgen: Beide wurden verhaftet und nach einem Prozess vor hunderten Zuschauern wegen Analverkehrs zu je 14 Jahren Haft verurteilt. Der damalige Präsident Mutharika bezeichnete Homosexualität als „vor den Augen Gottes böse und schlecht“, die beiden hätten gegen die Kultur und Tradition Malawis verstoßen. Erst nach internationalen Protesten begnadigte er die beiden widerwillig.

Sollte die neue Präsidentin Joyce Banda ihre Ankündigung wahrmachen, antihomosexuelle Gesetze abzuschaffen, wäre dies das erste Mal seit 1994, dass ein Land Homosexualität für legal erklärt.
In ganz Afrika ist Südafrika bisher das einzige Land mit einer entsprechenden Gesetzgebung für die gleichgeschlechtliche Ehe. Durchgesetzt wurde die liberale Gesetzgebung nach dem Ende des Apartheitsregimes. Die resultierende Lehre daraus „sind vor dem Gesetz alle Menschen gleich“.

Noch weit entfernt ist man von solchen Lehren in Malawi und anderen afrikanischen Ländern wie Uganda, Gambia, Kamerun, Kenia, Tansania und Zimbabwe. In Uganda fordert die Regierung sogar die Todesstrafe für gleichgeschlechtliche Akte, wenn ein minderjähriger Partner beteiligt ist. Der Präsident Zimbabwes, Mugabe, prophezeit das Ende der Menschheit, würden gleichgeschlechtliche Verbindungen erlaubt.

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