Gesundheit

„Burn-Out“ – Erschöpfung auf allen Kanälen

„Burn-out ist ein Begriff, der für alle möglichen Arten von Stressfolgen, Antriebslosigkeit und Formen der Depression verwendet wird, bei denen Erschöpftheit im Vordergrund steht“, sagt Mazda Adli, Leiter des Forschungsbereichs Affektive Störung an der Charité in Berlin. Jeder stelle sich etwas anderes darunter vor. Allgemein gültig ist allerdings die Annahme, dass es sich beim Burn-out „um einen Erschöpfungszustand handelt, der arbeitsassoziiert entstanden ist. Dennoch ist klar: Burn-out kann ebensogut außerhalb des Berufs entstehen, etwa bei pflegenden Angehörigen.“

Müde, antriebslos, erschöpft – so beginnt der Burn-out in den meisten Fällen. Und wird doch oft nicht wahrgenommen, denn zu alltäglich scheinen viele Symptome. Erschöpfung auf allen Kanälen: körperlich und emotional, auf kognitivem Niveau und in der sozialen Beweglichkeit – das sind die klarsten Anzeichen, vor allem, wenn sie geballt und über einen längeren Zeitraum auftreten.

Zur körperlichen Erschöpfung zählen die Experten Schlaflosigkeit, Erschöpfungszustände, Infekte, Erkältungskrankheiten, Rücken- oder Kopfschmerzen. Emotional zeige sich das Ausgebranntsein durch Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Niedergeschlagenheit und innere Unruhe. „Die kognitiven Fähigkeiten lassen ebenfalls nach“, sagt Adli: „Die Konzentration wird schlechter, die Aufmerksamkeit schwindet, man wird vergesslich, grübelt, die Gedanken kreisen.“

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