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Britische Gesundheitsbehörde besorgt über HIV-Neudiagnosen

Die Gesundheitsbehörde „Public Health England“ erklärte, dass der Drogenmissbrauch in der britischen Hauptstadt London schwuler Männer zunimmt und macht Partydrogen für den Trend mitverantwortlich. Insbesondere Crystal Meth, GHB/GBL und Mephedron würden für viele Schwule Voraussetzung für sexuelle Beziehungen sein. Dies treibe die HIV-Infektionszahlen nach oben, ist sich die Behörde sicher.

Laut vorläufigen Zahlen aus dem vergangenen Jahr wurden 1.720 neue HIV-Infektionen unter Männern, die Sex mit Männern haben, in London festgestellt. In dieser Gruppe sind es mehr Neudiagnosen als in ganz Deutschland gezählt wurden und ein Anstieg innerhalb eines Jahres um mehr als 20 Prozent. Ein Teil des Anstieges sei zwar auf die erhöhte Testbereitschaft zurückzuführen, jedoch ginge ein großer Teil auch auf Drogenmissbrauch zurück.

„Es gibt eine große Anzahl an Männern, die mit ihrer Sexualität kämpfen und Drogen nutzen, um das Problem zu lösen. Diese Zahl steigt rapide an und die Kultur wird immer chaotischer und gefährlicher“, erklärte David Stuart, Leiter einer Drogenklinik im Statteil Soho gegenüber der Zeitung „Independent“. Er erklärte, dass praktisch alle seiner schwulen Patienten Drogen für Sex benutzt hätten.

In mehreren Studien wurde festgestellt, dass unter Bi- und Homosexuellen der Drogenkonsum weit verbreitet ist, als in der Durchschnittsbevölkerung. Laut einer schottischen Studie aus dem vergangenen Jahr ist man auf ein Ergebnis gekommen, dass 44 Prozent der homo- oder bisexuellen Männer in der vergangenen zwölf Monaten illegale Drogen konsumiert hatten, unter heterosexuellen Männern waren es dagegen nur elf Prozent.

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