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Magdeburg: Kommentar zum CSD und dessen Umfeld von Martin Pfarr (LSVD)

Mit einem sehr politischen Motto, gerichtet an die Entscheidungsträger der Politik, meldet sich der diesjährige Magdeburger CSD im Jahr der Bundestagswahl zu Wort. Dass die Hauptforderung nach Öffnung der Ehe nur mit einem Erfolg von Rot-Grün (oder Rot-Rot-Grün, wie wenig wahrscheinlich dies auch sein mag), zu erreichen sein wird, ist den Organisatoren wohl bewusst. Andererseits ist es verständlich, dass man es zunehmend leid ist, ständig an schwarz-gelb mit seinen Forderungen zu scheitern.

Dass zuletzt doch, dank des Bundesverfassungsgerichts eine Reihe von beachtlichen Erfolgen durchgesetzt worden sind, ist genügend Grund, zu diesem politischen und kulturellen Höhepunkt der Magdeburger LSBTI* – Community auch ausgelassen zu feiern. So stehen politische Reden und Diskussion bei diesem CSD ganz selbstverständlich neben Sport, Party, Kultur und Gebet.

Dass sich insbesondere Parade und Straßenfest, aber auch eine Reihe der Veranstaltungen in der CSD-Woche an ein breiteres Publikum richten, der CSD sich also als kultureller und politischer Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Landeshauptstadt präsentiert, zeugen von politischer Reife und dem Selbstbewusstsein, ein nicht unwichtiger Bestandteil dieser Gesellschaft zu sein. Dadurch wird nicht zuletzt auch das Geschwafel einiger Konservativer von der schrillen Minderheit Lügen gestraft.

Gut so!. Auch der SPD-Ratsfraktion sei gesagt, so sehr es sie ehrt, das Anliegen des CSD zu begrüßen, es hätte ihr gut angestanden, sich mutiger allen Widerständen (welcher auch immer!) zum Trotz an die Seite der politischen Kräfte zu stellen, die eine Beteiligung der Stadt an Parade und Straßenfest gefordert hatten. Im Folgenden dokumentiert der LSVD die Grußworte der Schirmfrau und des Schirmherren, die politischen Forderungen und weisen auf einige Höhepunkte dieses CSD hin.

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