Konzerte

Keane sind zurück! Auf Tour mit neuem Album „Strangeland” Im Oktober/November in Deutschland auf Tournee

Mit Keane kehrte Anfang Mai eine der außergewöhnlichsten Bands Englands mit ihrem vierten Album „Strangeland“ zurück. Wie schon die drei Vorgänger, so stieg auch das aktuelle Werk von null auf eins in die britischen Charts. Auch in Deutschland und der Schweiz erreichte das vielschichtige Album die Top 5 der Hitlisten, selbst in den USA notierte es unter den Top 20. Die Band aus East Sussex, die in diesem Jahr ihren 15. Geburtstag feiert, hat weltweit bislang mehr als zehn Millionen Alben verkauft und konnte allein in England sieben Top 20-Singles landen. Im Oktober und November kommen Keane für drei Konzerte in Offenbach, Berlin und Hamburg nach Deutschland, um ihre mitreißenden, Piano-getriebenen Songs live zu performen.

Keane gehen seit ihrer Gründung im Jahr 1997 unbeirrt ihren Weg. Ursprünglich hervorgegangen aus der Formation The Lotus Eaters, die die drei Schulfreunde Tom Chaplin (Gesang, Piano), Tim Rice-Oxley (Keyboards, Bass) und Richard Hughes (Drums) gegründet hatten, unterschieden sie sich stark von ihren Genre-Kollegen des Britpop. Für die damalige Zeit höchst ungewöhnlich, verzichteten Keane nahezu komplett auf den Einsatz von Gitarren und arbeitete stattdessen mit kunstvoll modifizierten Klängen aus zahlreichen Tasteninstrumenten. Ihr Geschick im Komponieren zeitloser, eingängiger Melodien, gepaart mit dynamischen Arrangements und aufregenden Sounds, brachte ihnen somit schon vor Veröffentlichung ihres Debütalbums „Hopes And Fears“ eine Sonderstellung in der britischen Musikszene ein.

Ihr Debüt erschien 2004, nachdem die beiden Vorab-Singles „Somewhere Only We Know“ und „Everybody’s Changing“ bereits die Top 5 der britischen Charts erobert hatten, und gewann umgehend zwei BRIT Awards. Damit verankerte sich die Band als neue feste Größe im Genre der handgemachten Popmusik. Seither gelten Keane als so stilsichere wie konsequente Hit-Lieferanten, bei denen künstlerischer Anspruch und eine gefällige Breitentauglichkeit eine selten intensive Liaison eingehen. Denn mit den beiden folgenden Alben „Under The Iron Sea“ (2006) und „Perfect Symmetry“ (2008) sowie Chart-Stürmern wie „Is It Any Wonder?“ und „Spiralling“ bewiesen sie, dass ihr Impuls zur stetigen künstlerischen und inhaltlichen Weiterentwicklung in keinem Widerspruch steht zu einem kontinuierlich wachsenden internationalen Erfolg.

Neue Felder ihrer Möglichkeiten probierten die Mitglieder überdies in Seitenprojekten und Kollaborationen aus. So verfolgen etwa Tim Rice-Oxley sowie der 2007 zur Band gestoßene Bassist Jesse Quin das Zwei-Mann-Projekt Mt. Desolation, das im Oktober 2010 sehr erfolgreich sein selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlichte. Ebenfalls 2010 ging die gesamte Band eine künstlerische Partnerschaft mit dem Rapper K’naan und dem japanischen Funksänger Tigarah ein, die im selben Jahr als EP mit dem Titel „Night Train“ erschien – und erneut auf Platz eins der Charts stieg.

Für das aktuelle Album „Strangeland“ besann sich das Quartett ganz auf alte Stärken. Stilistisch platziert es sich brillant zwischen dem eingängigen Pop des Debüts und den Klang-Exkursionen seiner Nachfolger, erlaubt sich aber zugleich Ausflüge in die Grenzbereiche, die Keane mit ihren Nebenprojekten verfolgen. Dem Erfolg ist dies dienlich: Wie gewohnt, schoss das Album in England unmittelbar auf die Spitzenposition. Denn Keane sind und bleiben Keane: eine außergewöhnliche Band innerhalb des dicht besetzten Feldes des Britpop.

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