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Kanada: Aufhebung des Totalverbots zur Blutspende von Schwulen

Ab dem Sommer dürfen in Kanada Schwule Blut spenden, allerdings müssen sie dafür fünf Jahre lang auf jeglichen Sex mit Männern verzichtet haben, anders als bei Heterosexuelle

 

Die kanadischen Blutspendeorganisationen Canadian Blood Services und Héma-Québec haben angekündigt, für Männer die Sex mit Männern haben, dass totale Blutspendeverbot aufzuheben. Einzige Voraussetzung für eine Spende ist, dass die Männer in den letzten 60 Monaten nicht mit einem gleichgeschlechtlichen Partner sexuell verkehrten. Das kanadische Gesundheitsministerium hat der Änderung bereits zugestimmt.

Die kanadische Aids-Hilfe „Canadian Aids Society” begrüßte die Aufhebung des Totalverbots: : „Die Wartezeit von fünf Jahren ist immer noch viel zu lang, aber es geht in die richtige Richtung“, erklärte Monique Doolitte-Romas, die Chefin der Aidshilfe-Organisation. „Auf mittlere Sicht wollen wir erreichen, dass das Verhalten eines Spenders als Maßstab genommen wird und nicht dessen sexuelle Orientierung oder dessen Geschlecht.“

In Deutschland gibt es nach wie vor ein Totalverbot der Blutspende. Allerdings setzen sich inzwischen mehrere Bundesländer dafür ein, Schwule nicht allein wegen ihrer sexuellen Orientierung auszuschließen.

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