Gesundheit

Expertengespräch mit Dr. med. Thomas Nitzsche Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie und Leiter der Klinik am Rosental

Bundesweit nutzen jährlich rund 1.000.000 Menschen die Angebote von plastischen Chirurgen, Tendenz weiter steigend. Sind Frauen beziehungsweise Männer nach einer Schönheitsbehandlung eigentlich zufriedener als vorher?
Dr. Nitzsche: Ich kann natürlich nur für unsere Patienten sprechen. Laut unseren internen Erhebungen können wir davon ausgehen, dass sich die Meisten unmittelbar nach einer Operation noch nicht selbstbewusster oder schöner finden, da sich zuerst die Heilungsphase anschließt. Aber sobald Blutergüsse verschwunden und Narben abgeheilt sind, empfindet die Mehrzahl unserer Patienten ein deutlich höheres Selbstwertgefühl. Man schaut sich einfach gern an und trägt dieses Gefühl nach Außen. Sofortige Ergebnisse und weniger Erholungszeit hat man mit minimal-invasiven Verfahren wie Faltenunterspritzungen. Hier ist der Effekt sofort oder nah wenigen Tagen sichtbar.

Schönheitsbehandlungen sind mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert. Nicht nur die Medien tragen durch Beiträge zur Aufklärung bei, auch im eigenen Bekanntenkreis werden derartige Behandlung mittlerweile eher toleriert. Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung für ästhetische Korrekturen, insbesondere auch minimal-invasive Behandlungen, ein?
Dr. Nitzsche: Für einen operativen Eingriff entscheidet man sich nicht leichtfertig, denn auch die Risiken lassen sich nicht einfach vom Tisch wischen. Daher erleben wir mit dem Zuspruch zu minimal-invasiven Verfahren, gemeint sind damit schonende, unblutige Behandlungen, wie z.B. das Unterspritzen mit Hyaluronsäure bei einer Faltenbehandlung, dass die Hemmschwelle sinkt und die Patienten eher bereit sind, ästhetische Eingriffe durchführen zu lassen. Dadurch wächst das Vertrauen zum Arzt und auch die Bereitschaft, sich bei höherem Leidensdruck sogar operativ behandeln zu lassen. Wer sich unwohl in seiner Haut fühlt und ein echtes Problem mit seinem Körper hat, verspürt einen Leidensdruck und lebt nicht selten im Dauerstress. Hier können wir beratend und ggf. auch therapeutisch zur Seite stehen.

Die Klinik am Rosental ist eine renommierte Fachklinik auf dem Gebiet der plastisch-ästhetischen Chirurgie und hat seit 2004 ihren Sitz in Leipzig. Das Operations- und Behandlungs-Spektrum ist sehr umfangreich. Welche Eingriffe werden in Ihrer Klinik am häufigsten durchgeführt?
Dr. Nitzsche: Unter den operativen Eingriffen rangiert die Brustchirurgie an erster Stelle gefolgt von Gesichtseingriffen und Fettabsaugungen. Insgesamt am Häufigsten führen wir jedoch Faltenbehandlungen im oberen Gesichtsbereich bzw. im Wangen- und Mundbereich mit Hyaluronsäure und Toxinen durch. Auch bieten wir umfassende Beratung für die optimale Hautpflege danach an und empfehlen entsprechende Pflegeprodukte je nach Hauttyp.

Gibt es in Ihrer Branche eine Art Qualitätsmanagement, durch das der Patient Orientierung findet?
Dr. Nitzsche: Das Wichtigste ist, im Vorfeld zu schauen, ob es sich bei dem behandelnden Arzt um einen wirklichen Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie handelt. Denn dieser Facharzt wird während seiner mindestens sechsjährigen Ausbildung auf ästhetisch-chirurgische Eingriffe sowohl im Gesichts-, Hals- und Brustbereich als auch in der Bauchregion und den Extremitäten spezialisiert. Die Klinik am Rosental ist staatlich konzessioniert und mein Kollege Dr. Markus Tränkle und ich sind Mitglieder der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC). Außerdem hat uns ACREDIS, ein unabhängiges Beratungszentrum für Plastische Chirurgie erst kürzlich zertifiziert. Durch regelmäßige Weiterbildung gewährleisten wir, dass unsere Behandlungen stets auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen fußen und auf internationalem Top-Niveau liegen.

 

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