Gesundheit

Berliner Aids-Hilfe verteilt am CSDs 20.000 Präventionspacks mit Kondomen, Gleitmittel und Informationsmaterial.

Let’s talk about…Wissen schafft Akzeptanz

In den vergangenen Jahrzehnten hat die medizinische Forschung große Erfolge bei der Behandlung der HIV-Infektion erzielt. Heilbar ist die Immunschwächekrankheit immer noch nicht und die soziale Ächtung von Betroffenen ist immer noch viel zu häufig Alltag.

Wissen hilft beim Schutz vor HIV, Wissen hilft aber auch dabei, HIV-Positive als das anzunehmen was sie sind: Menschen mit einer schweren chronischen Erkrankung. Die HIV-Infektion ist das Risiko – nicht die Menschen, die damit leben“, sagt Uli Meurer, Mitglied des Vorstandes der BAH.

Die klare Botschaft am CSD-Wagen der Berliner Aids-Hilfe lautet daher „Let’s talk about…“ Darüber reden hilft – beim Schutz vor der Infektion und beim selbstverständlichen Zusammenleben mit HIV-Positiven.

Die BAH führt hiermit Ihre Aufklärungskampagne „Let’s talk about…“ fort.
Bestandteile sind in diesem Jahr die Förderung der Akzeptanz HIV-positiver Menschen, Aufklärung zu medizinischen Möglichkeiten bei HIV und Schwangerschaft und der HIV-Test.

Wir wollen die CSD-BesucherInnen neugierig machen sich über Schutzmöglichkeiten vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu informieren und dann unter Umständen über den eigenen HIV Test nachzudenken“, so Uli Meurer weiter.

Hilfe muss hier auch von der Politik kommen.
Die Berliner Aids-Hilfe fordert daher Politikerinnen und Politiker dazu auf, die Rahmenbedingungen zur gesellschaftlichen Teilhabe und zur medizinischen Versorgung HIV-positiver Menschen zu verbessern und die gesellschaftliche Akzeptanz HIV-Positiver aktiv zu fördern

Solidarische Krankenversicherung für Alle
Gesundheit ist ein hohes Gut und darf nicht nur denjenigen vorbehalten sein, die über ein entsprechend hohes Einkommen zur umfassenden Absicherung des Krankheitsfalles verfügen. Die Krankenversicherung muss solidarisch ausgerichtet und für jede/n ArbeitnehmerIn zur Pflicht werden.

Anonymer Krankenschein für Menschen ohne Aufenthaltsstatus
Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus müssen Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten, ohne dass Ihnen durch die Offenlegung Ihrer medizinischen Behandlungsbedürftigkeit die Abschiebung droht.

Entstigmatisierung HIV-Positiver am Arbeitsplatz
Noch immer werden Menschen nach Bekanntwerden ihrer HIV-Infektion am Arbeitsplatz gemieden, gemobbt oder sogar gekündigt. HIV darf kein Stigmatisierungsgrund sein. Aufklärungsmaßnahmen gegen die Stigmatisierung HIV-Positiver müssen ergriffen und konsequent umgesetzt werden. Der Rechtsschutz am Arbeitsplatz ist zu verbessern.

Homophobie bekämpfen – Vielfalt leben
Jedwede Form von Homophobie und Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung muss gesamtgesellschaftlich geächtet werden. Jeder Mensch soll sein Leben frei in einer Gesellschaft der Vielfalt und Akzeptanz leben können. Aufklärungsmaßnahmen müssen intensiviert und gesellschaftlich verankert werden.

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